Ich mache was mit Medien

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Allgemein

Meine Medienerfahrung bedient das Spektrum: von einem regionalen, traditionellen TV-Sender über Online Magazine bis zu einem lockeren Radio mit junger Zielgruppe. Ich war da, sammelte Erfahrungen und Eindrucke. Was ich bei dem Ganzen nicht erwartete: ich verlor meine Naivität.

Egal nun, wie woke ich mich hier oder auf anderen Kanälen präsentiere, wie aufrichtig ich über Ableismus und Umgang mit behinderten Menschen spreche: auch mir passierte es, dass mich Medien auf die einzige Art und Weise darstellten – ableistisch und diskriminierend.

Sie leidet unter Muskelschwund. Sie kämpft. Sie ist eine Aktivistin. Sie ist eine starke Frau. Sie hat mehrere Betreuer.

Diese Formulierungen sind nichts anderes als Lügen, die sich gut und klickbar verbreiten. Und ich lasse nicht mehr zu, dass jemand über mich und mein Leben lügt, wenn ich die Wahrheit bin.

Ich leide nicht. Ich kämpfe nicht. Ich bin keine Greta Thunberg. Ich bin weder stark noch schwach. Ich bin in der Lage über mein Frühstück, meine Unterwäsche, mein Geld, meine Patientenverfügung und Ausbildung selbstständig zu verfügen.

Ich bin es aber leid das der Welt der Medien beweisen zu wollen. Den Kampf beende ich und möchte in der Zukunft keine Anfragen von unaufmerksamen Journalist*innen mehr erhalten. Ich möchte meine Energie nicht vergeuden und mich als Content verkaufen, der bestehende Vorurteile reproduziert. Meine Erfahrung und Meinung teile ich gerne unter der Bedingung einer schriftlichen Vereinbarung und Absprache vor Veröffentlichung.

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